Drei Kontinente zu Gast an der Hornbergschule – Straßenfußball: Eine Idee, die verbindet

Drei Kontinente zu Gast an der Hornbergschule – Straßenfußball: Eine Idee, die verbindet

Die Hornbergschule, die Schulsozialarbeit Mutlangen und „Kick Fair e.V.“ stellen Straßenfußball als Bildungskonzept vor.

 In der zurückliegenden Woche konnte die Hornbergschule mit ihrer Schulsozialarbeit und in Kooperation mit Kick Fair e.V. Ostfildern / Stuttgart eine 15-köpfige internationale Delegation in Mutlangen begrüßen. Mit hohem Interesse und Neugier verfolgten die internationalen Gäste den spezifischen „Bildungsansatz Straßenfußball“ an der Hornbergschule. Die Mutlanger Umsetzung führt – unmittelbar begleitet von der Schulsozialarbeit und Kick Fair e.V. – die Interessen der Schülerinnen und Schüler sowie der Hornbergschule in einem innovativen Bildungsansatz zusammen.

Die Schulsozialarbeit der Hornbergschule ist – unter der Trägerschaft des Canisius-Hauses – über die Partnerorganisation Kick Fair e.V. aus Ostfildern in ein internationales Bildungsnetzwerk, das Straßenfußball nutzt, eingebunden. Beim Straßenfußball ist nicht das Ergebnis entscheidend. Der Erfolg eines Spiels liegt im Wie: Ist jeder beteiligt? Wie wird miteinander umgegangen? Haben alle Spaß und Freude am gemeinsamen Spiel? Dies ist die grundständige Basis, um Jugendlichen über Straßenfußball Teilhabe zu ermöglichen und im nächsten Schritt gemeinsam entwickelte Lernfelder global zu betrachten. Diesem Ansatz folgend beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a bereits seit einem Schuljahr mit dem Thema Vielfalt. Das gemeinsame Erleben des Miteinanders im Straßenfußball und die dort gemachten positiven Erfahrungen dienen hier als Ausgangspunkt, soziale Bildungsthemen, Demokratieerfahrungen oder eigene Perspektiven in unterschiedlicher Form zu bearbeiten und sichtbar zu machen.

Unterstützt von den Klassenlehrerinnen Simone Häußler und Anja Schmid und dabei angeleitet von Schulsozialarbeiter Jürgen Breunig und Vertretern von Kick Fair e.V., erstellten die Schülerinnen und Schüler zunächst eine Anzahl großer, mit eigenen Fotografien gestalteter Plakate mit klaren Botschaften. Diese positiven und für eine gelingende Gemeinschaft plädierenden Botschaften waren das Resultat der Beschäftigung der Klasse mit dem Thema Vielfalt. In einem weiteren Schritt nahmen die Jugendlichen unter dem Motto „Wir haben euch was zu sagen!“ einen Rapsong unter Regie von Profirapper Gino Ganea von „Chigol“ – einem Partner von Kick Fair e.V. aus Chile – auf. Darin unterstreichen die Schüler deutlich, welche Bedeutung für sie Familie, Freunde oder die Umwelt haben.

Vergangene Woche nun erhielten die Achtklässler die Gelegenheit ihre Gedanken und die Resultate ihrer Arbeit einer internationalen Delegation darzubieten. Der Besuch war eine wunderbare Gelegenheit, für die Mutlanger Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Song vor den Gästen zu präsentieren. Im Gegenzug berichteten die internationalen Vertreter – allesamt in ihren Ländern fachlich verantwortlich für den Bildungsansatz Straßenfußball – den Mutlangern, wie dort mit Hiphop und Straßenfußball gearbeitet wird. Die in diesen Ländern entstandenen Songs wurden vorgespielt und inhaltlich erklärt. Für die Hornbergschüler war es äußerst spannend und beeindruckend zu erleben, welche Alltagsthemen, Sorgen und Wünsche Jugendliche in Rwanda, Chile oder Paraguay haben und auch zu erkennen, dass es Ähnlichkeiten gibt. Ihren eigenen Text will die Klasse nun auf Englisch, Spanisch und Portugiesisch übersetzen, um ihn für andere Jugendliche weltweit verständlich zu machen.

Weitere Delegationsmitglieder aus Kambodscha, Brasilien und Israel gaben der Sportgruppe von Alexander Reichenauer eine spielerische Einführung in die besondere Spielweise des Straßenfußballs und zeigten so, wie international voneinander gelernt werden kann. In der gemeinsamen Auswertung waren sich die Beteiligten einig, dass alle von diesem internationalen Austausch profitierten und die gute Zusammenarbeit weiter kreativ und innovativ vertiefen wollen.

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